Mindfulness View All - Body & Mind

DANKE macht glücklich

„Lasst uns aufstehen und dankbar sein. Denn wenn wir heute auch nicht viel gelernt haben, so doch wenigstens etwas; und wenn wir überhaupt nichts gelernt haben, sind wir wenigstens gesund geblieben; und wenn wir krank geworden sind, so sind wir wenigstens nicht gestoben. Also lasst uns alle dankbar sein.“

– Gautama Buddha (etwa 563-483 v. Chr.), Begründer des Buddhismus

„Dankbarkeit ist der Schlüssel zum Glück und in Kombination mit Liebe, die wir täglich von ganzem Herzen aussenden, die Garantie für ein Leben voller Zufriedenheit, Erfüllung und Reichtum. Ernst gemeinte Dankbarkeit und grenzenlose Liebe – das sind die beiden wahren und wichtigsten Dinge des Lebens.“ Sie denken, diese Zeilen sind bloß Redewendungen, die irgendein Philosoph, Dichter, Schriftsteller oder Geistlicher einmal gesagt und zu Papier gebracht hat? Sie sind der Meinung, dass so etwas nun wirklich etwas absurd klingt und sich anhört, als sei der Satz von einem Rosamunde Pilcher-Film entsprungen? Als würde man diesen Satz nur verwenden, wenn man gerade frisch verliebt durch eine rosarote Brille schaut oder gar betrunken ist? Tja, weit gefehlt! Dass Dankbarkeit und Liebe die wichtigsten Antriebe für ein erfolgreiches und glückliches Leben sind, wussten nicht nur alte Philosophen der Antike, Buddhisten und verliebte Schriftsteller aus Cornwall. Auch beeindurckende Erfinder und Entdecker, wie etwa Albert Einstein, Sir Isaac Newton und Personen der Politikgeschichte, wie Churchill oder John F. Kennedy, wussten zu Ihrer Zeit ganz genau, auf was es wirklich im Leben ankommt und wie wichtig es ist, dankbar zu sein und Liebe auszusenden. In diesem Artikel möchte ich ganz speziell auf das Thema „Dankbarkeit“ näher eingehen – wagen Sie doch einmal das Experiment DANKBARKEIT und lassen Sie sich darauf ein, von Glücksgefühlen gepackt und von guter Laune gesteuert zu werden! 🙂 

Wie sich Dankbarkeit auf uns und unser Leben auswirkt

Zufriedenheit und positive Grundeinstellung

In erster Linie verschafft uns regelmäßige Dankbarkeit eine langanhaltenden Zufriedenheit, wir sind glücklich, befriedigt und haben gute Laune. Dies mag zum einen daran liegen, dass wir achtsamer und gelassener sind, zum anderen aber lernen wir, durch Dankbarkeit die vielen kleinen Geschenke und schönen Momente des Lebens wahrzunehmen und unseren Fokus darauf zu legen, anstatt auf die wenigen negativen und ärgerlichen Dinge, Konflikte und Stress. Wenn wir dies genauer betrachten, müssten wir uns selbst immer wieder sagen: wir sollten öfter über die vielen positiven Dinge nachdenken, von denen jeder Mensch mehr als genug hat, als über die negativen Dinge zu grübelt, von denen jeder Mensch nur ein paar hat. Und selbst wenn wir nur darüber dankbar sind, dass das Wetter heute mitspielt oder dass wir heute Morgen genauso gesund aufgestanden sind, wie wir am Abend zuvor ins Bett gegangen sind. Es gibt so viele kleine und große Dinge, die uns Tag für Tag in die Karten spielen, die uns daran erinnern, dass jede Situation noch viel viel schlimmer sein könnte.

Balance und Gelassenheit

Nicht nur im Umgang mit Konflikten lernen wir, gelassener und kritikfähiger zu sein. Durch Dankbarkeit lassen wir uns auf neue und ungewohnte Situationen ein, wir lernen, nach einem anstrengenden Tag loszulassen und die negativen Gefühle und Emotionen bestimmten Dingen gegenüber ziehen zu lassen. Wir sind sozusagen im Gleichgewicht, uns bringen viele Dinge, im Gegensatz zu früher, nicht mehr gleich auf die Palme. Wir lassen uns nicht verunsichern, wir bleiben auf dem Boden – mit einer positiven Grundeinstellung.

Achtsamkeit

Durch den Akt der Dankbarkeit lernen wir, auch im Umgang mit uns selbst achtsam zu sein, sich selbst noch besser kennen zu lernen, nach Innen zu horchen und eine stärkere Bindung mit uns selbst aufzubauen. Doch auch die Umwelt und andere Menschen lernen wir durch die Dankbarkeit besser kennen. Uns fallen viele tolle Kleinigkeiten auf, wie beispielsweise der Geruch nach Sommer beim morgendlichen Spaziergang oder wir bemerken kleine Angewohnheiten beim Partner, lernen ihn so noch besser kennen. Wir sind erstaunt von den kleinsten Kleinigkeiten und sind im Umgang mit uns selbst, unserer Umwelt und den Menschen, die uns jeden Tag begegnen, achtsamer und nehmen jeden Tag, jede Minute und jeden Augenblick bewusster und noch intensiver wahr.

Konfliktfähigkeit

Wer dankbar ist, wird mit der Zeit gelassener, wenn man in Konflikten steckt. Man geht nicht gleich an die Decke sondern lernt, mit Ruhe und Gelassenheit Diskussionen zu führen und Konflikte zu entschärfen. Zudem lernt man mit regelmäßiger Dankbarkeit auch den Versuch, die Gegenseite zu verstehen und sich die Argumente der Gegenpartei durch den Kopf gehen zu lassen. So werden aus Konflikten nur noch Diskussionen und aus anfänglichen Ungereimtheiten kein großer Streit.

Akzeptanz

Durch Dankbarkeit lernen wir, Dinge so anzunehmen wie sie sind. Wir versuchen nicht krampfhaft, Dinge oder gar Menschen zu verändern, denn daran würden wir besonders bei letzterem kläglich scheitern, in Streit mit diesem Menschen enden oder den Fokus auf das Negative legen: auf Dinge, die uns nicht passen, die wir mit aller Macht ändern wollen. Sicherlich, die Änderung mancher Dinge sind nicht vermeidbar, sind sogar wichtig. Lernen Sie dennoch, gelassener zu sein und legen Sie den Fokus nicht auf Dinge, die Ihnen nicht passen und die Sie aber trotzdem nie ändern können. Es bringt Ihnen rein gar nichts, sich über viele externe Dinge aufzuregen. Akzeptieren sie sie, wie sie sind.

Körperliche Gesundheit

Unzufriedenheit und der daraus resultierende Stress sowie deprimierte und depressive Launen wirken sich direkt auf die Herzgesundheit aus, indem der Herzschlag ansteigt und Herz und Gehirn nicht im Einklang sind. Zufriedenheit, positives Denken und Dankbarkeit hingegen bewirken ähnliches wie die Gefühle von frisch Verliebten – die Gefühle beflügeln das Gehirn, der Herzrhytmus balanciert sich aus, wird langsamer und gleichmäßiger. Herz und Gehirn sind im Einklang, wir sind glücklicher und gesünder.

 

Für was wir dankbar sein können

Die meisten Menschen nehmen nur außergewöhnliche Dinge wahr und danken dafür. Beispielsweise wenn die Lieblingssportmannschaft gewinnt, die Klausur besser ausfällt als gedacht oder wenn wir etwas, das wir unbedingt haben wollten, geschenkt bekommen. Fast immer nehmen wir die alltäglichen, gewohnten Dinge als selbstverständlich, als normal wahr. Gesund sein, Arbeit haben, Geld verdienen, einen Partner, Freunde und Familie haben – das sind nur ein paar Dinge, die uns oftmals normal und nicht außergewöhnlich vorkommen. Erst wenn wir dann einmal krank sind, arbeitslos werden oder Streit mit einem Freund haben bemerken wir, wie kostbar und wichtig es doch ist, gesund zu sein, eine Arbeitsstelle zu haben oder die beste Freundin an seiner Seite zu wissen. Gerade dann, wenn alles zu unseren Gunsten läuft, wir uns nicht beschweren können, sollten wir unser Glück, unser Leben und unseren Zustand achtsam betrachten und uns von Herzen bedanken. Oder gehen Sie einmal ins Detail und betrachten Sie auch Ihre unmittelbare Umgebung – bedanken Sie sich doch einmal für den herrlich frischen Frühlingsmorgen, den ersten Sonnenstrahl auf Ihrer Haut, für die Vögel, die Ihnen auf dem Weg zum Auto entgegen zwitschern. Oder die frische Luft der Natur, die jede Zelle mit Sauerstoff durchströmt, das kostbare Wasser, das vielen unbegrenzt zur Verfügung steht. Auch ein sicheres Zuhause, ein Dach über dem Kopf, ja sogar für unser Bett können wir dankbar sein. Wir sollten achtsamer sein, auch die kleinen Dinge betrachten und sie mit Dankbarkeit absegnen. Hier ein paar Anregungen, für die Sie von Herzen DANKE sagen können:

Gesundheit und Körper: Seien Sie dankbar für Ihre wunderbaren Sinne, Ihre Beine, die Sie täglich überall hin tragen, für die Arme und Hände, dank denen Sie schreiben, fahren, greifen, kochen und vieles mehr können, für das gesunde Herz, die Hand in Hand arbeitenden Organe, die starke Wirbelsäule, Ihr einzigartige Gesicht und für den einzigartigen Menschen, der Sie jeden Morgen im Spiegel grüßt.

Beziehungen: Seien Sie dankbar für Ihre Eltern und Ihre Familie, denn viele Menschen haben Ihre Eltern oder wichtige Familienmitglieder schon früh verloren, seien Sie dankbar für Ihre einzigartigen Freunde, die für Sie da sind, wenn andere bereits gegangen sind, für die Nachbarn, auf die Verlass ist, auch wenn Sie manchmal viel zu neugierig sind und Ihnen auf den Keks gehen. Für den Bäcker Ihres Vertrauens, die nette Verkäuferin im Supermarkt, die Sie immer freundlich grüßt. Für all die fremden Menschen, die sie noch nie zuvor sahen, Ihnen aber dennoch beim vorbeigehen ein nettes Lächeln zuwarfen. Für all diese Menschen, die Ihnen tagtäglich begegnen, können Sie dankbar sein. Und wenn Ihnen ein Mensch ruppig und schlecht gelaunt, genervt oder unfreundlich begegnet, begegnen Sie ihm mit Liebe und Freundlichkeit. Denn wer weiß, wieso gerade dieser Mensch so reagiert – vielleicht hat er schlecht geschlafen, hat gerade eine schlimme Zeit durchgemacht oder heftigen Streit mit einem Freund oder dem Partner. Dann seien Sie doch der Mensch, der gerade diesem Menschen erst recht mit Freundlichkeit und einem Lächeln begegnet und schenken Sie diesem Menschen einen positiven Moment der Herzlichkeit – Sie werden sehen, er wird bestimmt nicht trotzig reagieren.

Geld: Seien Sie dankbar für das Geld, das Sie besitzen und für all das Geld, das Sie im Laufe Ihres Lebens erhalten und geschenkt bekommen haben. Sei es Ihr Lohn, das Weihnachtsgeld oder Geld zum Geburtstag. Auch wenn es nur fünf Euro sind, denn auf der Welt gibt es genug Menschen, für die fünf Euro eine ganze Menge Geld ist, das sie selbst nicht besitzen. Aber auch wenn Sie eine Butterbrezel und einen Milchkaffee von der Arbeitskollegin spendiert bekommen, können Sie dankbar für Geld sein – denn Sie haben genau in diesem Moment Geld gespart und es somit gemehrt. Genauso ist dies auch bei Rabatten und Vergünstigungen jeder Art. Geld erreicht uns in verschiedenen Weisen, nicht nur als Bargeld. Auch geschenkte Dinge, Rabatte und Preisnachlässe sind Gelder, die wir bekommen bzw. sparen. Oder denken Sie doch einmal an Ihre Kindheit: wer kaufte für Sie Ihre Schulhefte und Buntstifte, Ihren Schulranzen? Wer bezahlte für Ihre Urlaube und Wochenendausflüge, für Zahnart-Besuche, für Essen und Trinken oder selbst für die simplen Dinge wie für die Zahnbürste, die Zahnpasta und das Shampoo, das Sie als Kind verwendeten? Wer kam für all diese Kosten auf, während Sie noch klein oder jung waren und selbst nur wenig oder gar kein Geld verdienten? Sie merken, es gibt eine ganze Menge an Menschen und Dingen, die unsere Dankbarkeit verdienen. Egal ob uns diese gestern, im Moment oder erst morgen  begegnen.

Karriere und Arbeit: Seien Sie dankbar für Ihren Job, auch wenn es momentan nicht ihr Traumjob sein sollte, denn es könnte Sie viel schlimmer treffen. Glauben Sie nicht? Gut, wer jeden Tag viele Stunden unter teils körperlich anstrengenden Bedingungen arbeiten muss, es täglich vergeblich versucht, dem Chef recht zu machen und doch eine Klatsche kassiert oder wem die Arbeitsbedingungen und Kompromisse seiner Arbeit nicht gefallen, der wirft bei diesem Punkt der Dankbarkeit vielleicht nicht gerade mit Konfetti. Aber mal ehrlich – es könnte Sie wirklich schlimmer treffen. Sie könnten arbeitslos sein, dadurch Ihren jetzigen Lebensstandard nicht halten können, nicht genug Geld für Nahrung oder den eigenen Unterhalt haben. Sie könnten an einem noch ärmeren Teil der Erde wohnen, in einer Wellblech-Hütte ohne fließend Wasser, ohne Strom und natürlich auch ohne Geld und regelmäßigem Einkommen leben. Was fühlen Sie bei dem Gedanken, Sie selbst würden in solch einer Situation? Da kommen uns das eigene Leben und unsere Probleme doch schlagartig winzig klein vor. Es kann Sie immer noch schlimmer treffen. Selbst wenn Sie arbeitslos sind und mit wenig Hoffnung auf der Suche nach einer Arbeit sind, versuchen Sie die positiven Aspekte zu sehen – auch wenn sich das zunächst zugegebenermaßen naiv anhört. Seien Sie doch beispielsweise dankbar, während Ihrer Arbeitslosigkeit Zeit für sich selbst zu haben, dass Sie sich selbst darüber klar werden können, was Sie wirklich vom Leben erwarten. Seien Sie dankbar für die Freizeit. Und wenn Sie lernen, auch in den scheinbar ausweglosesten und schlimmsten Situationen Dinge finden können, für die Sie dankbar sind, dann sind Sie schlagartig positiver gelaunt, zufriedener, glücklicher. Und wenn Sie diesen Zustand erst einmal erreicht haben, ziehen Sie noch bessere Situationen und Ereignisse an. Bleiben Sie gespannt!

Materielles und Persönliche Wünsche: Seien Sie dankbar für Ihre Kleidung, die Sie täglich tragen. Seien Sie dankbar für Ihren Schmuck, Ihr Auto, Ihre Bus- und Bahnkarte, Ihr Mobiltelefon, Laptop, ihre DVDs, Ihre Kamera, den Fernsehen, ohne den Sie abends nicht Ihre Filme sehen und Ihre Nachrichten verfolgen könnten. Für den Fußball, mit dem Sie in Ihrer Freizeit kicken, für all die Maschinen wie Spülmaschine, Waschmaschine, Kaffeemaschine & Co., die ihr Leben tagtäglich um einiges angenehmer gestalten. Und dies sind nur wenige Beispiele. Wie sieht es mit Ihren Urlauben und Ausflügen, Hobbies und Pflegeprodukten, wie Hand- und Gesichtscreme, Make Up & Co. aus? Seien Sie dankbar!

Sonstiges:  Seien Sie dankbar für das Universum, das Gute, für unseren wunderbaren Planeten, die zahlreichen Kulturen, Kreaturen und Tiere dieser Welt, für die Meere, Seen, den Wind, den blauen Himmel, den Regen, all die Blumen und Pflanzen, die Sonne, den Mond und die Sterne, die uns täglich treu begleiten.

 

Dankbarkeit erlernen und anwenden

„Wenn wir unsere Dankbarkeit zum Ausdruck bringen wollen, dürfen wir niemals vergessen, dass höchste Wertschätzung sich nicht nur in Worten ausdrückt, sondern darin, dass wir nach diesen Worten leben.“

– John F. Kennedy (1917-1963), 35. Präsident der Vereinigten Staaten

Yoga und Meditation

Regelmäßige Yoga-Einheiten und Meditations-Pausen helfen nachweislich dabei, innerlich entspannter und relaxter zu sein. Nicht nur in Stresssituationen reagieren wir so gelassener, schalten nebenbei auch einen Gang runter, entschleunigen im Alltag und gehen gelassener und positiver durchs Leben. Wir lernen auch, uns und unseren Körper intensiver wahrzunehmen, sind uns selbst und der Umwelt gegenüber achtsamer. Wir bekommen ein tolles Körpergefühl, lernen uns selbst und unsere Umwelt auf so viele verschiedene Art und Weisen zu lieben und sind daher besser gelaunt, von den kleinsten Dingen positiv überrascht und erstaunt. Wir verrennen uns nicht im Alltag zwischen Stress, Erledigungen, negativen Einflüssen und Pessimismus. Laut einer Studie sollen schon 10 Yoga- oder Meditations-Einheiten deutlich dabei helfen, zur Ruhe zu kommen und eine innerliche Balance herzustellen. Toller Nebeneffekt: der Herzschlag pendelt sich ein und kommt zur Ruhe, das Immunsystem wird gestärkt, die Sauerstoffzufuhr erhöht sich und Yoga hält Emotionen und Gefühle im Gleichgewicht.

Vorhandenes Glück schätzen

„Denken Sie über das Gute nach, das Ihnen gerade widerfährt, wovon jeder mehr als genug hat, und nicht über vergangene Missgeschicke, von denen jeder nur ein paar hat.“

– Charles Dickens (1812-1870), Schriftsteller

Seien Sie dankbar für alle die kleinen und großen Dinge, die Ihnen täglich begegnen und danken Sie von Herzen dafür. Für die Vögel, die Sonne, die letzte Nacht, in der Sie so wohlig und tief schliefen und Ihre eigenen Batterien aufladen konnten. Für einen neuen Morgen, einen neuen Tag, eine Chance, einen Schritt weiter zu kommen wie gestern. Auf diese Weise starten Sie den Tag mit positiven Gedanken, sind motivierter, besser gelaunt und gehen all die Dinge, die an diesem Tag anfallen mit mehr Tatkraft und Zuversicht an!

Den Tag mit Dankbarkeit abschließen

Wenn Sie am Abend im Bett liegen und Ihren Tag kurz vor dem Einschlafen im Kopf Revue passieren lassen, bedanken Sie sich für das Beste, das Ihnen am heutigen Tage widerfahren ist. Dies kann ein interessantes Gespräch mit der Nachbarin sein, ein erfolgreicher Tag im Geschäft, ein langer Spaziergang mit dem Hund oder ein Kuchen, den Sie noch nie zuvor gebacken haben und trotzdem wunderbar gelungen ist. Auf diese Weise beenden Sie den Tag mit positiven Gedanken, schlafen besser und stehen am nächsten Morgen mit einer guten Laune auf!

Gesundheit ist ein Geschenk

„Dankbarkeit ist ein Impfstoff, ein Gegengift, ein Antiseptum.“

– John H. Jowett (1864-1923), Presbyterianischer Geistlicher und Schriftsteller

Beachten Sie all die positiven Aspekte Ihrer Gesundheit und Ihres Körpers und konzentrieren Sie sich nicht auf Ihre Krankheiten. Dankbarkeit für Gesundheit ist hier der Schlüssel zur vollkommenen Genesung. Seien Sie dankbar für all die Sinne, Organe, Zellen und Körperteile, die einwandfrei funktionieren. Oft fällt uns erst bei einem Krankheitsfall auf, wie gut es uns doch ging, als noch alles einwandfrei funktionierte. Wir sollten dann dankbar sein, wenn es uns körperlich und gesundheitlich gut geht und nicht erst dann an unsere Gesundheit denken, wenn uns etwas fehlt. Gesundheit ist ein Geschenk, das uns am Leben hält, darum seien Sie dankbar!

Weg aus der Negativität

Zugegeben, es ist manchmal wirklich leicht, sich über die kleinsten Kleinigkeiten aufzuregen. Über den Nachbarn, der wieder einmal zu laut Musik hört, über die S-Bahn, die zu spät kommt oder auch über den Staubsauger, der mal wieder die Hälfte aller am Boden liegenden Krümel nicht richtig einsaugt. Daneben sind es auch schwerwiegendere Dinge, die uns auf dem Herzen liegen, die für schlechte Stimmung, Depressionen oder eigene Lästereien sorgen. Ist man so beispielsweise im Clinch mit den Eltern oder der besten Freundin, liegt es nahe, in Gedanken schlecht über diese Personen zu denken, über sie herzuziehen oder die Schuld beim Gegenüber zu suchen. Oder man ist unzufrieden mit sich selbst und dem eigenen Leben. Gedanken wie „Ich verdiene viel zu wenig Geld für den ganzen Mist, den ich Tag für Tag abarbeiten muss“, „Mein Leben ist blöd! Ich bin unzufrieden mit meiner Figur, mit meinem Auto, dass schon viel zu alt und klapprig ist und mit meinem Alltagstrott“ oder „Ich kann mich selbst nicht mehr ausstehen. Ich bin nur noch traurig und depressiv. Irgendwie klappt nichts so richtig, ich bin nur noch müde und erschöpft“ kreisen immer und immer wieder in unseren Köpfen umher, sie ziehen uns runter und erinnern uns ständig daran, wie schlecht und schwer wir es doch haben, welche Dinge einfach nicht klappen wollen und dass eigentlich immer die anderen Schuld sind an unserer Misere. Und genau hier sollten wir lernen einen „Cutt“ zu machen, einen Schlussstrich zu ziehen und uns zu ermahnen: Wer undankbar ist, nur das Negative sieht und die Schuld an anderen sucht, der wird auch seiner misslichen Lage niemals entfliehen können. Im Gegenteil, es wird immer schlimmer. Wir werden mürrisch, unzufrieden und stehen uns selbst im Weg! Wichtig ist es dann, das Problem zu „entschärfen“, wie etwa:

 „Ich hasse meinen Job! Tag für Tag muss ich die nervigsten Arbeiten erledigen, aber ich bin trotzdem froh, nicht arbeitslos zu sein. Ich habe das Glück, Geld zu verdienen auch wenn es nicht mein Traumjob ist.“ (Wenn Ihr Job wirklich ganz furchtbar ist, dann nutzen Sie doch die Chance, sich nach einem neuen Job umzuschauen, umzuschulen oder nochmals neu anzufangen. Nur Mut es gibt immer eine Lösung und sich aufregen ist die falsche! 🙂 )

„Ich hasse meine Eltern manchmal, sie wollen mich einfach nicht verstehen, sind altbacken und stur. Das lässt mich verzweifeln! Aber ich bin trotzdem froh, dass meine Eltern noch am Leben sind, dass ich sie noch bei mir habe. Denn trotz der Differenzen gibt es doch Eigenschaften, die ich an ihnen mag!“ (Versuchen Sie, Dinge zu finden, die Sie in diesem Fall an Ihren Eltern mögen. Passen Ihre Eltern beispielsweise ab und zu auf Ihre Kinder auf? War Ihre Kindheit von schönen Erlebnissen geprägt? Sind Ihre Eltern trotzdem immer für Sie da egal was auch ist? Dann danken Sie lieber für diese noch so kleinen Dinge, als sich auf die negativen Eigenschaften zu konzentrieren)

„So ein Mist, jetzt kommt die S-Bahn wieder zu spät! So verpasse ich noch meinen Termin. Aber ich bin trotzdem froh, dass ich überhaupt die Möglichkeit habe, mit einer S-Bahn zu fahren, dass es eine gibt, die in der Nähe meiner Wohnung abfährt und mich Tag für Tag befördert.“ (Es könnte auch schlimmer sein – stellen Sie sich vor, Sie könnten sich gar kein Ticket für die S-Bahn leisten und müssten zu Fuß gehen. Oder Sie würden in einem Land oder an einem Ort leben, in dem weder S-Bahnen noch Busse oder Züge fahren. Das soll es ja auch geben! 😉 )

Im Prinzip gilt für alle möglichen Situationen, Gedanken und Dinge: Versuchen Sie unbedingt jegliche Negativität zu entschärfen, indem Sie sich auf die positive Seite der Medaille konzentrieren und dafür von Herzen dankbar sind – dann ändern sich auch die negativen Eigenschaften und Probleme wie von selbst. Negativität und negatives Denken hat noch keinem geholfen, ganz besonders nicht der Person selbst, die sie ausübt. 🙂 

Ein magischer Morgen

„Wenn Du morgens aufstehst, denke daran, was für ein köstlicher Schatz es ist, zu leben, zu denken, sich zu freuen und zu lieben.“

– Marcus Aurelius (121-180), Römischer Kaiser

Verzaubern Sie Ihren ganzen Tag und füllen Sie ihn mit bester Laune und voller Zuversicht, indem Sie positiv und voller Dankbarkeit in den Tag starten! Versuchen Sie doch einmal, vom Erwachen bis hin zum Verlassen der Wohnung oder Ihres Hauses dankbar zu sein. Und zwar bis ins Detail. Das fängt schon beim Erwachen an – hier können Sie dankbar für die erholsame Nacht sein, für das kuschlig, warme Bett, das jede Nacht für Sie zur Verfügung steht. Auf dem Weg zum Bad betrachten Sie einmal Ihr Heim und seien Sie dankbar für Ihr Dach über dem Kopf. Im Bad angekommen können Sie dankbar für die alltäglichsten Dinge sein – für das fließende Wasser, mit dem Sie sich duschen und waschen können, für Ihr Make-up, Ihre Zahnbürste, die Zahnpasta, das Shampoo, Duschgel, die Bürste und einfach all die anderen Dinge. Die für uns alle so scheinbar alltäglichen und selbstverständlichen Dinge sind für viele andere Menschen Luxus. Allein das fließende Wasser, das wir zu jeder Sekunde zur Verfügung haben, das wie selbstverständlich aus dem Hahn kommt, ist alles andere als normal. Bedenken Sie nur einmal, wie viele Menschen der Welt eben kein fließendes Wasser haben, zum Brunnen laufen müssen oder mit unreinem Wasser zurecht kommen müssen. Und denken Sie auch an all die Menschen, die es überhaupt ermöglicht haben, dass Sie jeden Morgen Ihre warme Dusche genießen können. Architekten, Bauarbeiter, Sanitär-Firmen und viele weitere Akteure haben es ermöglicht, dass Sie fließendes Wasser haben. Dafür lohnt sich doch ein herzliches DANKE allemal! Wenn Sie nun vor Ihrem Kleiderschrank stehen und sich überlegen, was Sie nur anziehen sollen, dass schicken Sie doch ein stilles DANKE an all die Menschen, die an der Erstellung eines jeden Kleidungsstückes, das nun in Ihrem Schrank hängt, beteiligt waren. Bestimmt sind einige Teile dabei, die eine halbe Weltreise hinter sich hatten, ehe sie in Ihrem Schrank endeten. Wenn Sie so verfahren und einmal versuchen, bei allem, was Sie in der Hand halten, bei allem was Sie berühren, von Herzen DANKE zu sagen, werden Sie merken, dass Sie vollgepackt mit guter Laune, positiver Energie und Dankbarkeit das Haus verlassen und der ganze Tag erfolgreich und entspannt verlaufen wird. Wetten? 

Wertvolle Menschen und Beziehungen

„Manchmal will auch unser Licht erlöschen und wird durch ein Erlebnis an einem Menschen wieder neu angefacht. So hat jeder von uns in tiefem Danke derer zu gedenken, die Flammen in ihm entzündet haben.“

– Albert Schweitzer (1875-1965), Friedensnobelpreisträger, Philosoph, Mediziener und Missionär

Wir sollten uns immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass unsere positiven Ereignisse, unser Leben, unser Tun, unser Bestreben, einfach alles auch von unserer Umwelt und ganz besonders von den Menschen um uns herum beeinflusst werden. An erster Stelle stehen hier meist die eigene Familie, der Partner, die Kinder und die Freunde, aber auch Nachbarn, Arbeitskollegen oder die freundliche Kellnerin im Restaurant sind solche Menschen, die uns positive Inputs geben können und uns so auf jegliche Art und Weise helfen. Die Familie und Freunde stehen uns in schwierigen Situationen oft bei, helfen bei finanziellen Schwierigkeiten, hören zu, verstehen und helfen uns bei einem Gefallen. Oft finden wir uns in scheinbar ausweglosen Situationen wider, sind verzweifelt, verunsichert oder fühlen uns alleine. Doch dann gab es diese Personen, die plötzlich neben uns standen, mitlitten, Wärme schenkten, uns mental und körperlich halfen. Es gibt aber auch kleinere Situationen im gestressten Alltag sein, in denen sogar fremde Menschen unser Herz berühren und unsere Gemüter erhellen. Beispielsweise wenn wir ein tolles Gespräch mit dem fremden Sitznachbarn auf der Parkbank haben, wenn die Verkäuferin beim Kleider shoppen unglaublich geduldig und hilfsbereit ist oder wenn uns jemand auf der anderen Straßenseite ein einfaches, ehrliches Lächeln schenkt. All das sind Menschen, die mit uns in Berührung treten, die uns erreichen und uns, wenn auch nur für einen kurzen Moment, positive Impulse schenken. Daher sollten wir auch für diese Menschen von Herzen dankbar sein.

Mit dem Herzen danken

Danken Sie einmal auf besondere Art und Weise, nämlich mit dem ganzen Herzen. Wie das geht? Schließen Sie die Augen und konzentrieren Sie sich auf etwas, für das Sie dankbar sein wollen. Stellen Sie sich die Situation, wenn möglich, bildlich vor und nehmen Sie an, sie läuft genau so vor Ihren Augen ab. Wollen Sie beispielsweise für Ihr Gehalt dankbar sein, dann stellen Sie sich bildlich vor, wie das Geld auf Ihr Konto überwiesen wird, stellen Sie sich vor wie sie sich freuen, wenn Sie die Buchung auf Ihrem Kontoauszug entdecken. Wie reagieren Sie, wie fühlen Sie sich? Versuchen Sie, die Emotionen, die Freude und die Aufregung so stark wie nur möglich zu spüren und konzentrieren Sie sich dabei auf Ihre Herzgegend. Womöglich hilft es Ihnen, Ihre rechte Hand an Ihre Herzgegend zu legen oder sich bildlich vorzustellen wie Ihr Dank direkt aus dem Herz strahlt. Vielleicht überkommt Sie dabei ein leichtes Kribbeln, eine Gänsehaut, ein kleines Lächeln. Handelt es sich um besonders berührende Dinge, wie beispielsweise die Genesung eines für Sie wichtigen Menschen, dann kann es auch durchaus vorkommen, dass Ihnen ein paar Tränen der Freude und der Dankbarkeit kommen. Aber das ist völlig in Ordnung und sogar sehr schön. Wenn Sie von ganzem Herzen Danken, sind die Emotionen noch stärker, die freigesetzte Energie noch größer und Sie fühlen sich einfach wunderbar!

Dankbarkeit in allen Bereichen

„Sie sprechen vor dem Essen ein Dankgebet. In Ordnung. Aber ich spreche vor dem Konzert ein Dankgebet oder vor der Oper, vor dem Theater oder vor der Pantomime. Ich danke, bevor ich zeichne, male, schwimme, fechte, boxe, gehe, spiele, tanze – auch bevor ich meine Feder ins Tintenfass tauche, spreche ich ein Dankgebet.“

– G. K. Chesterton (1874-1936), Schriftsteller

Seien Sie kreativ und üben Sie Dankbarkeit in den unterschiedlichsten Bereichen und Situationen. Seien Sie dankbar wenn es um Ihre Arbeit, Ihr Geld, die Gesundheit, Beziehungen, materielle Dinge, oder persönliche Wünsche geht. Sie können für alles mögliche dankbar sein, besonders wenn Sie achtsam sind. Sie können aber auch für etwas dankbar sind, das noch gar nicht stattgefunden hat. Danken Sie so beispielsweise schon am Morgen für einen entspannten Arbeitstag, für die gute Laune der Kollegen und für sämtliche Erledigungen, die an diesem Tag anfallen und Ihnen ganz leicht von der Hand gehen. So gehen Sie schon im Vorfeld davon aus, dass alles entspannt und gut zu Ende geht und das ganz ohne Stress oder schlechte Laune. Sie werden sehen, es klappt! 

Dankbarkeits-Tagebuch

Eine Methode, die mir persönlich unglaublich gut dabei hilft, Dankbarkeit zu erlernen und achtsamer zu sein, ist das Dankbarkeits-Tagebuch. Dabei kann es sich tatsächlich um ein Heft oder auch einen Ringblock handeln, den ich jeden Morgen und jeden Abend zur Hand nehme. Am Morgen schreibe ich 10 Dinge auf, für die ich von Herzen dankbar bin. Dabei bin ich beispielsweise dankbar für meine erholsame Nacht, den ruhigen und friedlichen Morgen, für meinen warmen Kaffee in der Hand, dessen Wärme sich wie eine Umarmung von innen anfühlt. Dann sehe ich nach draussen und überlege, was mich erstaunt und bin dankbar für unsere unglaubliche Natur, die Meere, die Winde, die Pflanzen, die zwitschernden Vögel, die Sonne und für den Mond und die Sterne, die wie treue Weggefährten jede Nacht über uns wachen. Ich bin dankbar für den reichlichen Regen, der allem Leben einhaucht und die Erde nährt. Ich bin dankbar für die fleißigen Mitarbeiter der Müllabfuhr, die schon in der Früh, wenn alles noch friedlich schläft, die Mülleimer leeren. Doch auch im eigenen Heim gibt es so vieles, das mich glücklich macht – mein Staubsauger, das fließende Wasser, die Heizung, die mein Heim deutlich wohliger gestaltet und ich bin dankbar für all die Küchengeräte, die Waschmaschine und meinen Trockner, die mir viel Arbeit und Zeit abnehmen und meine Wäsche sauber waschen und mit einem frischen Duft versehen. Ich bin auch dankbar für meine Gesundheit – für all meine Sinne, durch die ich das Leben noch intensiver wahrnehmen kann, für meine Organe, die optimal wie ein Uhrwerk funktionieren und Hand in Hand arbeiten, für meine Hände und für meine Beine, die mich überallhin tragen und ohne die ich mir vieles erschwert wäre.

Es gibt so viele Wege, um DANKE zu sagen, so viele Dinge, für die wir DANKBAR sein können. DANKBARKEIT heißt nicht, einfach nur etwas zu würdigen, DANKE heißt, achtsam durchs Leben zu gehen, überall große und kleine Schönheiten zu entdecken, das Leben, den eigenen Körper, die eigene Seele und andere Menschen BEWUSST wahrzunehmen und intensiv kennenzulernen. DANKBARKEIT kann das ganze Leben und Lebensgefühl verändern und es zum Positiven wenden. Nehmen Sie das Leben wahr, seien Sie offen und entscheiden Sie sich bewusst für ein Leben voller positiver, dankbarer Momente und Erlebnisse. Ich bin gespannt, wie Sie das Experiment „Dankbarkeit“ packt und ob auch Sie durch das Praktizieren von Dankbarkeit Ihren Schlüssel zum Glück gefunden haben! 🙂

2 Kommentare

  1. Wie schön, genau das versuche ich jeden Tag in meinem Leben zu verankern 🙂 Hat manchmal eine zauberhafte Wirkung. Und einige der Zitate sind mir dabei auch untergekommen – schön, das alles hier noch mal zu lesen. Es ist nämlich gut, wenn man seinen Weg nicht allein geht.
    Also Danke für deine Zeilen 🙂

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    1. Vielen lieben Dank für Dein Kommentar 🙂 Es freut mich, dass Dir mein Beitrag gefällt und es Dir auch so geht! Ich finde auch, dass sich Dankbarkeit mit ein bisschen Übung wunderbar in den Alltag integrieren lässt. Wünsche Dir einen schönen Tag! 🙂 LG Ramona

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